Schlechter Schlaf macht uns krank, dick, vergesslich und launisch. Das ist keine Übertreibung – das ist Forschungsstand. Wer über längere Zeit weniger als sieben Stunden pro Nacht schläft, hat ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen, Diabetes, Depressionen und Demenz. Schlafmangel beeinträchtigt das Immunsystem, verlangsamt die Reaktionsfähigkeit und verringert die emotionale Belastbarkeit.
Und trotzdem schläft ein Drittel der deutschen Bevölkerung regelmäßig schlecht. Laut dem Robert Koch-Institut berichten 25 Prozent aller Erwachsenen über Ein- oder Durchschlafprobleme. Unter jungen Erwachsenen ist die Rate noch höher – und sie steigt. Was kann die Wissenschaft dazu sagen?
„Schlaf ist keine Pause vom Leben. Schlaf ist der Zeitraum, in dem das Leben erst möglich gemacht wird."
Prof. Dr. Ingo Fietze, Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums der einer deutschen Hochschule, bringt es auf den Punkt: „Schlaf ist keine Pause vom Leben. Schlaf ist der Zeitraum, in dem das Leben erst möglich gemacht wird." Während wir schlafen, konsolidiert das Gehirn Erinnerungen, reinigt sich von Abfallprodukten, reguliert Hormone und repariert Gewebe. Es ist alles andere als passiv.


